Sommerurlaub Part II 20.8.
20.8. Wanderung zum Refuge nach Wallon
Nachdem wir uns einen Kaffee bereitet haben und das Zelt eingepackt haben, schnorrten wir uns von einem der Arbeiter, die die Hütte bauten, etwas Sonnencreme fürs Gesicht, denn die hatten wir unten im Auto vergessen. Als erstes Zwischenziel wanderten wir zur Grenze nach Frankreich. Frankreich erwies sich, im Gegensatz zu den spanischen Pyrenäen, die wir bis dahin gesehen hatten, als karg, kahl, windig und Pflanzenlos. Erst ein bisschen weiter unten wuchsen auch in Frankreich wieder Moose, Gräser und schliesslich sogar Ameisen, Bienen und größere Büsche.
Am Refuge de Wallon angekommen überwältigte uns die Süssigkeit des kleinen Tals, in das wir gelangt waren. Es gab einen Campingplatz, auf dem man umsonst inmitten von Kuhfladen sein Zelt aufschlagen durfte. Wir hatten beschlossen, in der Hütte zu Abend zu essen, damit unsere Vorräte noch für eine weitere Nacht reichen könnten. Ein bisschen Tadel gab es dann, da wir nicht reserviert hatten. Nach einer Minute aber wurde uns mitgeteilt, es sei wohl auch für uns noch genug Essen da, wir hätten Glück.
Beim Abendessen sassen mit uns am Tisch drei Kinder aus Brüssel, ein Winzer aus Carcasonne und ein Pärchen aus Toulouse. Das Essen begann mit einer typischen Pyrenäensuppe aus Kohl, Kartoffeln, Fleisch, Karotten – eine sogenannte Garbure. Zum Abschluss eine Dose Kronenbourg für 3€.
